Familien, Systeme und andere Unwägbarkeiten...
Familien, Systemeund andere Unwägbarkeiten...

Systemstellen für Trainer und Coaches

Unsichtbares Sichtbar machen...

 

Klienten, die zu mir kommen beschreiben beim Erst-Besuch oft in epischer Breite den Grund Ihres Besuchs. Dabei liegt der Fokus auf dem vermeintlichen Problem und all den Geschichten die damit verbunden werden. Mir persönlich ist es wichtig diesen Teil der Klientenbeziehung zu würdigen, um die Beziehungsebene (Rapport) aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig wirken vom ersten Wort an die Tücken der menschlichen Kommunikation und die Beschränkung der Sprache. Das Erleben des Klienten im Moment des Ereignisses wird mir auf ewig verschlossen bleiben. Ich kann im Gespräch seine Worte lediglich mit meiner eigenen Bedeutung und Erfahrung füllen.

 

Oft dauert es Jahre bis er in meiner Praxis auftaucht. Im Laufe der Jahre haben sich so zahlreiche bestätigende Erfahrungen und die Kommentare anderer Personen zu einem Geschichtenbrei vermischt.  Als Therapeut/Coach höre ich die gerade aktuellste Fassung. Der Kern des Problems liegt unter all dem verschüttet. Nebenbei bemerkt habe ich bisher keinen Klienten erlebt, bei dem das Problem unabhängig von Familie, Freunden, inneren Anteilen, usw. bestand. Klient und/oder Problem sind also in einen System-Kontext eingebunden.

 

Nach meiner Erfahrung ist der Standard-Klient in seinem Problem gefangen (Problem-Trance). Verbale Interventionen auf kognitiver Ebene werden mit „ja aber“ geblockt. Sprache kann nur abstrakt beschreiben und damit verbleiben der Kern der Problematik und der System-Kontext mehr oder weniger intransparent.

 

Systemstellen ist ein Werkzeug diesen Abstraktionsgrad aufzulösen und die kognitive Ebene des Klienten zu umgehen. Mit Hilfe von verkörperten Elementen (Menschen oder Gegenständen) wird das Erleben des Klienten und der System-Kontext mit den dazugehörigen Elementen sichtbar gemacht. Das dabei entstehende Bild ist eine gemeinsame Basis für die weitere Arbeit. Die Interpretation was das Bild aussagt kann unterschiedlich bleiben, doch sprechen Coach und Klient dann über das gleiche Bild statt über die unterschiedlichen Bilder in Ihren Köpfen.  Nach meiner Erfahrung ist selbst bei Gegenständen das Werkzeug eine sehr emotionale Erfahrung für den Patient. Dem Coach erleichtert es die Systemdynamik zu erfassen, Ansatzpunkte für Interventionen zu erkennen und den Klienten in seinem Erleben abzuholen. Dies kann viel Zeit und reine Gesprächstermine sparen.

 

Wie jedes Werkzeug hängt der Erfolg von der wirksamen und zielgerichteten Anwendung ab. Der Coach kennt die Grundregeln der Anwendung und damit auch die Chancen-Risiken, vermeintlichen Fallen und kann einschätzen für welchen Kliententyp es geeignet ist. Theoretisch werde ich in den nächsten Wochen auf einige Aspekte eingehen. Praktisch kannst Du es nur in einer Ausbildung zum SystemstellerIn erleben und erlernen.

 

 

Kontakt:

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